Poker-Profis besiegten künstliche Intelligenz
Noch einmal ist das Duell „Mensch gegen Maschine“ zugunsten des Menschen ausgegangen. In Vancouver setzten sich zwei der weltbesten Pokerspieler gegen das Computerprogramm „Polaris“ durch. Dies meldet die Website der Universität Alberta, das „Polaris“ entwickelte. Das 50 000-Dollar-Spiel fand anlässlich einer Tagung der Gesellschaft zur Förderung künstlicher Intelligenz statt.
Phil Laak und Ali Eslami traten gemeinsam gegen „Polaris“ an. Laak, der wegen seines Markenzeichens, einem Kapuzenpullover, den schrägen Beinamen „The Unabomber“ trägt, hatte bereits vor zwei Jahren in Las Vegas gegen den Pokercomputer gewonnen. Damals konnte er den Programmcode einsehen und so gegen die Maschine üben. Das war diesmal nicht der Fall.
Dennoch zeigte er sich zuversichtlich und auch Fachleute glaubten an eine realistische Chance, das Computerprogramm zu besiegen. Dies gelang dann auch tatsächlich nach vier Duellen mit 2:1 (bei einem Unentschieden). Gespielt wurden 2000 Hände in der Poker-Variante „Texas Hold 'em“.
Dabei schien zuerst „Polaris“ auf der Siegerstraße zu sein. In der ersten Runde setzte sich „Polaris“ knapp durch, sodass das Match unentschieden gewertet wurde. In der zweiten Runde gelang der künstlichen Intelligenz sogar ein Sieg. Die folgenden Spiele allerdings gewannen dann die beiden Poker-Profis.
Oft wurde in Vancouver der Vergleich zum Schach bemüht. Hier entschied der Computer ja bereits das Duell zu seinen Gunsten. Doch laut Computerwissenschaftlerin Dana S. Nau sei es sehr viel schwieriger, einem Computer Poker als Schach beizubringen. Während es beim Schach eine endliche Anzahl möglicher Züge gebe, die genau definiert seien, bleibe beim Poker immer eine gewisse Unsicherheit. So sind die Karten der Spieler nicht bekannt. Offen ist auch, wie sie gespielt werden.






