First Nations-Gebiet unter Landschaftsschutz
Kanada hat zehn Millionen Hektar Land (100 000 Quadratkilometer) im hohen Norden des Landes zum Schutzgebiet erklärt. Das Gebiet ist fast so groß wie die fünf neuen Länder der Bundesrepublik zusammen und erstreckt sich von der Nähe des Ostarmes des Großen Sklavensees bis rund um Ramparts River and Wetlands in den Northwest Territories.
Diese 100 000 Quadratkilometer Land dürfen von nun an nicht mehr industriell genutzt werden. Langfristig ist geplant, dort einen Nationalpark zu errichten. „Naturschutz ist eines unserer wichtigsten Vorhaben“, erklärte Umweltminister John Baird. Seine Regierung stellt drei Millionen Dollar zur Verfügung, um eine Studie zu finanzieren, die die Machbarkeit eines solchen Nationalparks untersuchen soll.
Weitere 830 000 Dollar stehen für die Einrichtung eines Naturschutzgebietes im Ramparts-River-and-Wetlands-Gebiet bereit. Baird gab ebenfalls bekannt, dass ein rund 62 000 Quadratkilometer großes Gebiet der Akaitcho Dene First Nations bis auf weiteres ebenfalls unter Landschaftschutz gestellt wurde. Bis zum Abschluss weiterer Verhandlungen dürfen hier keine Mineralien abgebaut und das Land auch nicht verkauft oder verpachtet werden.
Kanada hat im Verlauf der letzten zwölf Monate eine Reihe von Schritten zum Naturschutz im eigenen Land begangen. Unter anderem ist der Nahanni National Park erheblich ausgeweitet worden, am Lake Superior ist ein Wasserschutzgebiet eingerichtet worden.
20 Millionen Dollar wurden für den Schutz des Great-Bear-Regenwaldes in British Columbia und drei Millionen für die Wiederherstellung des Stanley Parks in Vancouver und Point Pleasant Park in Halifax bereitgestellt. 225 Millionen Dollar kamen der Nature Conservancy of Canada zugute, um im ganzen Land eine halbe Millionen Morgen Land zu schützen.






