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5.2.2012 : 11:53 : +0100
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Die Cree sind bald die Herren im eigenen Haus

Für 16 500 Cree-Indianer im Norden Quebecs brechen neue Zeiten an. Sie werden jetzt endlich bald die Herren im eigenen Haus. Nachdem sie vor einigen Jahren schon ihren Frieden mit Quebec gemacht hatten, handelten die Cree-Führer nun auch einen weitreichenden Vertrag mit der Bundesregierung in Ottawa aus, der vielleicht zur Bildung eines Cree-Staates innerhalb Kanadas führen könnte.

Die James Bay, Cree-Land.

Die James Bay, Cree-Land.

Der von den Natives als historisch bezeichnete Vertrag ist mit einer Geldleistung von rund 1,4 Milliarden Dollar verknüpft. Geld, für das die Cree im Gegenzug Klagen zu Landrechten im Streitwert von 4,5 Milliarden Dollar nicht weiter verfolgen. Wenn nun noch das Volk der Crees in einem Referendum diesem Vertrag zustimmt und auch das Parlament in Ottawa seinen Segen gibt, werden die Crees bald volle Kontrolle über Politik, Gerichtsbarkeit, soziale und wirtschaftliche Entwicklung haben.

Damit gingen drei Jahre intensivster Verhandlungen zu Ende, die einen jahrzehntelangen Konflikt gelöst haben. 1975 wurde mit den Cree eine Vereinbarung getroffen, das James Bay Treaty, worin sie für Land entschädigt werden sollten, das von Hydro Quebec überflutet wurde, um Wasserkraftprojekte durchzuführen. Die Cree fühlten sich mit diesem Vertrag über den Tisch gezogen und jahrzehntelang kam es zu Rechtsstreitigkeiten mit der Regierung.

Nun, über 30 Jahre später bekommen sie das, was ihnen schon lange zusteht. Der erste Schritt wurde vor knapp fünf Jahren vollzogen, als die Cree mit der Regierung von Quebec einen Vertrag schlossen. Die Rechtsstreitigkeiten von 1975 wurden durch einen 4,5 Milliarden Dollar-Vergleich beigelegt. Und nun der Vertrag mit der Bundesregierung. Mathew Mukash, Grand Chief des Großen Stammesrates der Cree bei der Pressekonferenz: „Wir sind seit 1975 einen langen Weg gegangen.“