Sarah Polleys Film-Meisterwerk: "An ihrer Seite"
Der preisgekrönten kanadischen Schauspielerin Sarah Polley („Mein Leben ohne mich“) ist mit ihrem Regiedebüt „An ihrer Seite“ ein ergreifender, herzerwärmender und unendlich zärtlicher Liebesfilm gelungen. Eine Hommage auch an die sensationelle Julie Christie - erzählt mit beeindruckender Einfühlsamkeit, leiser Ironie und ohne einen Hauch von falschem Kitsch.
„Vor über einem Jahr waren Grant die vielen kleinen Zettel aufgefallen, die überall im Haus klebten. Die neuen Zettel waren anders. An die Küchenschubladen geklebt – Besteck, Geschirrhandtücher, Messer. Konnte sie sie nicht einfach aufziehen und nachsehen, was drin war?
Aus „Der Bär kletterte über den Berg“, Alice Munro
Der Film, der auf der Kurzgeschichte der kanadischen Autorin Alice Munro „Der Bär kletterte über den Berg“ basiert, gehörte bereits bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfest in Toronto, beim Sundance Filmfest sowie bei der diesjährigen Berlinale zu den Publikums- und Filmkritikerlieblingen. Das Branchenblatt Variety rechnet dem Film und vor allem Julie Christie bereits Oscar-Chancen zu. Der Majestic Filmverleih bringt den preisgekrönten Film am 6. Dezember in die deutschen Kinos.
Seit 50 Jahren sind Fiona (Oscar-Preisträgerin Julie Christie) und Grant (Gordon Pinsent) verheiratet; seine vereinzelten Seitensprünge sind Jahrzehnte her und Fiona hat ihm verziehen. Gelegentlich macht sie noch Andeutungen, die für Spannungen sorgen, dennoch verspricht der Lebensabend glücklich zu werden – bis Fiona immer stärker unter Gedächtnisverlust leidet und man Alzheimer bei ihr diagnostiziert.
Schon bald darauf beschließt sie, sich selbst in ein Pflegeheim, das auf Fälle wie ihren spezialisiert ist, einzuweisen. Zum ersten Mal in ihrer Ehe werden die beiden getrennt.







