Aus harter Cowboy-Arbeit wuchsen die Rodeos
Rodeos gehören heute mit zu den publikumswirksamsten Veranstaltungen in Nordamerika. Zu oft wird dabei vergessen, dass diese zirkusähnlichen Feste einen historischen Hintergrund haben. Der Ursprung des heutigen Rodeos liegt in den Roundups. Zweimal im Jahr mussten dann die Cowboys im Wilden Westen noch härter arbeiten als sonst.
Im Frühjahr mussten die neugeborenen Kälber eingefangen und gekennzeichnet werden, und im Herbst mussten die Tiere von der Hauptherde wieder getrennt werden, weil man sie auf dem Markt verkauft wollte.
Und bei diesen Arbeiten zeigte sich, was ein guter Cowboy war. Die Herden wurden zusammengetrieben, und einzelne Tiere ausgesondert. Schwerstarbeit und Geschicklichkeit war gefragt, wenn die Kälber sofort nach dem Aussortieren ein Brandzeichen erhalten sollten. Dann musste ein Cowboy das Kalb mit dem Lasso einfangen (um den Kopf) und ein zweiter warf das Seil um einen Hinterfuß. Nachdem dem Kalb die Hinterbeine zusammengebunden wurden, drückten die Cowboys es auf den Boden und brannten ihm das Zeichen ein.
In Wettkämpfen maßen sich die Cowboys einst in diesen alltäglichen Ranch-Aufgaben und irgendwann entwickelten sich schließlich die professionellen Rodeos. Die ähnlich dem spanischen Stierkampf nicht unumstritten sind. Über den Umgang mit den Tieren und die Argumente von Tierschützern wird „KanadaNetpage“ in einem besonderen Artikel berichten.
Eine der bekanntesten Aufgaben bei einem Rodeo ist das Reiten ohne Sattel. Beim „Bareback Riding“ muss der Reiter mindestens acht Sekunden auf einem bockenden Pferd ohne Sattel sitzen. Diese Broncos werden übrigens speziell dafür gezüchtet. Ähnlich ist es beim „Saddle Bronc Riding“. Hier sitzt der moderne Cowboy auf einem gesattelten Pferd und muss einen kompletten Ritt absolvieren.
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