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9.2.2012 : 22:27 : +0100
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Family on tour (13): In der Haupstadt des Lachsfangs

Je weiter man nach Norden reist, umso beeindruckender werden Landschaft und Siedlungen. Denn dort, wie auch in den Maritimes, leben die Menschen mit der Natur. Hier zeigt sich Kanada von seiner wilden teilweise unberührten Seite. Deshalb werden wir Campbell River im Nordosten von Vancouver Island so schnell nicht vergessen.

Se(h(blick auf die
Discovery Passage.
Foto: Papenberg

Campbell River wird oft als „World’s Salmon Fishing Capital“ bezeichnet. Kein Wunder, denn die Stadt liegt quasi an der Kreuzung eines gigantischen Wasser-Highways, der sich vom Pudget Sound im US-Bundesstat Washington bis zu den Queen Charlotte Inseln und Alaska erstreckt. Und genau auf dieser Wasserstraße ziehen die Lachse, Heringe, Cods oder Sockeye an Campbell River vorbei.

Sie alle müssen durch die Discovery Passage. Sie liegt zwischen Campbell River downtown und Quadra Island. Die Passage verbindet den offenen Pazifik mit den südlichen Gewässern. Die Discovery passage ist an einigen Stellen nur 1,5 Kilometer breit. Hier müssen sich übrigens auch die Kreuzfahrtschiffe durchzwängen, die  seit zwei Jahren die Stadt anlaufen. 

Für einen Angler das Paradies. Und das einzige was man braucht, ist einige Stunden Zeit. Einfach zur Discovery Fishing Pier downtown gehen. Diese Pier ist Kanadas erste Salzwasser-Fishing-Pier und reicht fast 200 Meter ins Meer. Angel, Köder, Angelschein – in dem Kiosk am Pier gibt es alles zu mieten. Von Mai bis Oktober 24 Stunden lang. Und dann einfach auf den Pier gestellt und die Angel ins Wasser. Fish & Chips (wie es sich gehört in Zeitungspapier), Sandwiches, Wraps und Kaffee gibt es auch.

Neben dem Kiosk wird auf einer großen Tafel minutiös mit Uhrzeit und Name die gefangene Fischart und das Gewicht angeschrieben. Bei unserem Besuch stand als größter Brocken ein Lachs mit 30 Pfund auf der Tafel. Einer der Fischer, der auf der Discovery Bay gerade seinen Kaffee schlürft erzählt uns nach seinen Erlebnissen im 2. Weltkrieg auch eine alte Legende. Manchmal sei der Lachszug so groß und „dick“ gewesen, dass man auf den Lachsen laufend die Discovery Bay überqueren konnte.


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