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18.5.2012 : 21:16 : +0200
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Algonquins blockieren Uranmine-Bohrung

Die beiden First Nations-Gruppen der Ardoch- und Shabot Obaadjiwan-Algonquins bereiten sich auf einen langen kalten Winter mit viel Ärger vor. Die Natives wollen eine geplante Uran-Mine beim Sharbot Lake, ungefähr 60 Kilometer nördlich von Kingston (Ontario) verhindern. Die Indianer haben sich inzwischen aus einer Anhörung zum Streit zurückgezogen und setzten die bereits begonnene Errichtung einer Blockade fort.

Seit Juni streiten sich Algonquins und Vertreter des Unternehmens Frontenac Ventures Corp. um diese mögliche Uran-Mine. Die Firma steckte bereits 5000 Hektar Gelände ab und wollte in diesen Tagen mit ersten Erkundungsbohrungen beginnen. Dies wollen die Natives mit allen Mitteln verhindern.

In einem Brief an Ontarios Regierungschef Dalton McGuinty schrieben die Algonquins von ihrer Angst, dass der geplante Uranabbau ihr Land, ihre Gesundheit und ihr kulturelles Erbe gefährden würde. Außerdem forderten Sharbot Obaadjiwan Chief Doreen Davis and Ardoch Co-Chief Paula Sherman die Provinz zu Verhandlungen mit den First Nations über Gebrauch und Erhaltung jenes Landes auf, das ihnen schon immer gehört habe und niemals an die britische Krone übergeben worden sei.

Da die Natives in den Verhandlungen und Anhörungen der letzten Monate den Eindruck gewannen, dass es ausschließlich um die Verhinderung einer Blockade und weniger um ihre überlieferten Rechte und gesundheitlichen Befürchtungen ging. Die Algonquins begannen deshalb mit dem Bau von neuen Gebäuden auf dem Bohrgelände, karrten Trailer heran, um für den Winter ein festes Camp zu installieren.

Allerdings haben die Natives einen ersten Rückschlag erlitten. Ein Richter ordnete letzte Woche an, dass sie alle Zeichen, Fahrzeuge, Gebäude und sonstige Einrichtungen von dem umstrittenen Gelände entfernen müssten.


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