Am Tag als Joe Hall an der spanischen Grippe starb
Kanadische Eishockeyspieler sind ja bekanntlich alles andere als Weicheier. Doch was sich vor rund 90 Jahren ereignete, war auch für die hartgesottensten Pukjäger ein Trauma. Eine Episode aus der an kleinen und großen Tragödien reichen Historie des Stanley-Cups, die sogar ein Todesopfer unter den kanadischen Hockeyspielern forderte.
Kanadische Eishockeyspieler sind ja bekanntlich alles andere als Weicheier. Doch was sich vor rund 90 Jahren ereignete, war auch für die hartgesottensten Pukjäger ein Trauma. Eine Episode aus der an kleinen und großen Tragödien reichen Historie des Stanley-Cups, die sogar ein Todesopfer unter den kanadischen Hockeyspielern forderte.
Das Ereignis fand 1918/19 nach der regulären Punkterunde statt. Die Montreal Canadiens traten im Stanley Cup Finale gegen die Seattle Metropolitans an. Austragungsort aller Spiele war Seattle. Der Auftakt dieser denkwürdigen Begegnungen fand am 19. März 1918 statt – der Modus „best of five“.
Doch was den Kanadiern vor ihrer Ankunft in Seattle niemand gesagt hatte – ein aggressiver Grippevirus (die spanische Grippe, wie sich später herausstellte) hatte die amerikanische Stadt heimgesucht und bereits viele Einwohner angesteckt. Den Spielern aus Montreal war es Jacke wie Hose, Hauptsache die Spieler des Gegners waren gesund; was auch der Fall war.
Vielleicht waren die Metropolitans sogar zu gesund, jedenfalls bekamen die Montreal Canadians im ersten Spiel mit 0:7 Toren ordentlich was auf die Mütze. Ein Hoffnungsschimmer dann beim zweiten Spiel, das man mit 4:2 gewann. Es ging hin und her, die Gäste erhielten nochmals eine Packung (2:7), gewannen wieder, dann ein Unentschieden. Irgendwann stand es in den Spielen 2:2.







