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Pauline Marois: eine Frau mit vielen Fähigkeiten

Pauline Marois könnte die neue Parteivorsitzende der Parti Quebecois (PQ) in der Provinz Quebec werden. Damit wäre die 59-Jährige eine der einflussreichsten Frauen in der Provinz und auch landesweit ein politisches Schwergewicht, mit der man(n) künftig noch rechnen muss. Für viele außerhalb Quebecs ist Pauline Marois ein unbeschriebenes Blatt. Was sich allerdings bald ändern könnte, wenn sie ihren Weg an die Parteispitze gemacht hat.

Pauline Marois.

Pauline Marois.

Pauline Marois wurde am 29. März 1949 in Quebec City geboren. Sie ist mit Claude Blanchet, dem früheren Chef der Quebecer societe generale du financement, verheiratet. Die beiden haben vier Kinder – drei Jungs und ein Mädchen. In ihrer 30 Jahre währenden politischen Laufbahn bekleidete Pauline Marois 15 Ministerposten, wurde allerdings nie in die Führung der PQ berufen oder als Premierministerin Quebecs in Betracht gezogen.

Marois hat einen Bachelor-Abschluss von der Universität Laval in Sozialarbeit und einen Master-Abschluss in Verwaltungswissenschaften. In den 70er Jahren arbeitete sie zunächst als Presseattache beim damaligen Finanzminister Jacques Parizeau. Dann war sie Stabschefin bei Lise Payette, der Quebecer Frauenministerin. Außerdem lehrte Pauline Marois noch an der Quebecer Universität.

In die Quebecer Nationalversammlung wurde sie erstmals 1981 gewählt. Noch im gleichen Jahr erhielt Marois den Posten als Ministerin für Frauenfragen in der Regierung von Rene Levesque. 1983 ernannte man sie zur Arbeitsministerin, zuständig auch noch für die Region Qutaouais.

Als Levesque seine Ämter als Parteichef und Premierminister niederlegte, bewarb sich Pauline Marois um seine Nachfolge. Doch sie verlor diesen ersten großen Kampf um die Parteispitze (1985) und bei den Parlamentswahlen dann auch gleich noch ihren Sitz in der Nationalversammlung. Doch bei den nächsten Provinzwahlen 1989 holte sie diesen Sitz zurück, blieb allerdings weiterhin in der Opposition. Dort profilierte sich Pauline Marois in den Bereichen Industrie und Handel, öffentliche Verwaltung und Umwelt.

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